Pandaliebe

Weil ich das Leben nur noch durch eine schwarz-weiße Brille sehe, seit mich der Panda das erste Mal mit Popcorn bewarf, habe ich ihm ein Gedicht geschrieben:

Lehn ich mich an da,
an den Panda,
frag ich mich, kann da
was draus werden?
Oder stürzten wir uns ins verderben?
Zwar hab ich Flügel und du keine,
doch geht es nicht um meine oder deine
Physiognomie, denn so verliebt war ich noch nie!
Wenn ich dich tanzend Drehen sehe
und dabei vergnügt erspähe, wie das Bühnenlicht
sich bricht in deinem Fell,
wird mir ganz schnell ganz schwindelig
und warm ums Herz,
es hüpft und pocht und klopft und plötzlich kommt ein Schmerz,
weil auf einmal Darwin zu mir spricht:
„Das geht doch nicht, das soll nicht sein,
Pandabär und Vögelein!“
„Was bildest du dir eigentlich ein?
Du bist doch tot!“,
lehn ich mich auf, und wink ihm ab,
kurz und knapp gesagt, getan:
ich schmeiß mich an den Panda ran.
Kann ja gar nicht sein, dass ich auf einen Toten hören muss!
und kurz vor Schluss krieg ich noch einen Bambus-Bären-Kuss,
dann ist es auch geschehen,
aus Versehen,
wurde ich verschluckt
und seitdem nicht mehr ausgespuckt.

 

Tanzbär

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3 Gedanken zu “Pandaliebe

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