Lola Arias „The Art of Making Money“

Zur Kunst Geld zu machen gehört ein Hund. Zumindest bringe der ihm einiges mehr an Lohn ein, sagt Bucks, einer der Hauptdarsteller des Abends. Sein Hund Kumpel sitzt neben ihm und ich habe tatsächlich kurz das Bedürfnis, ihm ein wenig Geld für Kumpel zuzustecken.

Die Hauptprotagonisten des Abends hat Lola Arias auf der Straße gefunden: Anja und Ronny, Bea, Boyko, Bucks und Kumpel verdienen ihr Geld auf der Straße. Sie sind obdachlose Bettler, Prosituierte und Straßenmusiker, die von ihrem Leben auf der Straße und von ihrem Geschäft erzählen. Unterstützung erhalten sie von den beiden Schauspielern Claudius Franz und Matthieu Svetchine, die die Rolle des Souffleurs und Statisten übernehmen.

Besonders schön finde ich, dass die Inszenierung nicht beim Offensichtlichen bleibt: Die Darsteller erzählen nicht nur von ihrem „Arbeitsalltag“ und vom Hier und Jetzt, sondern bringen auch tiefgehende Geschichten aus ihren Leben und ihren Vergangenheiten an die Oberfläche. Am Ende des Stücks müssen sich alle einem Lügendetektortest stellen, in dem das Publikum erfährt, wie die Laienschauspieler mit der Arbeit am Theater klar gekommen sind.

Zu sehen ist Lola Arias Straßenoper noch am 12., 19. und 22. September und am 5., 15. und 26. Oktober.

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