Culture4all für die TheaterVerstärker

Vor einigen Wochen hatten wir Besuch von Studierenden der Uni Bremen aus dem fächerübergreifenden Projekt culture4all. Sie alle sind Teilnehmer verschiedener kreativ angelegter Seminaren, unter ihnen finden sich auch kreative Schreiberlinge. Wozu sie Alexander Giesches Performance Der Perfekte Mensch inspiriert hat, könnt ihr im Folgenden bewundern…

Schönheit – wo?

Spiegelwelten zittern über den Boden und
hauchen dem Parfüm in der Hand
die Eitelkeit aus dem Bauch.
Senseless.
Die Belle de Jour labt sich in Träumen,
während du schraubst und schraubst.
Und der Löwenkopf nach Fragen sucht.
Ralph Lauren noch Hugo Boss
antworten auf 354 Seiten Männermode.
Jeder steht in eigener Pose.
Welche ist deine?
Wir drehen und gebärden uns.
Nacheinander.
Nichts wirkt.
Es brennt die Wunderkerze
vergeblich.
Im Spiegel bricht sich die Musik.
Die menschliche Seele ist außen,
schreist du.
Ich sehe mich vierfach auf weißen Teppichen
durch das Kaleidoskop schwimmen, bis mir
der Sensor mit seinem Kreischen den
Weg weist. Weiß er?
Where are we?

Lisa Barth

Bild

Theater

Farbe, Formen, Tanz.
Geruch und Musik.
Schönheit.
Was ist Schönheit?
Katalogsmodel.
Laufsteg.
Posieren.
Staunen.
Wir spiegeln uns.
So viel Wut.
Der Tanz nimmt uns ein.
Immer schneller,
immer wilder.
Veränderung.
Angst.
Mut und Stärke.
Ein Kaleidoskop an Vielfalt.

T.H.

Bild

Ich spiele ein Spiel mit scheinbar perfekten Menschen. In armen Verhältnissen lebend, ahme ich nach, wonach ich strebe. Selbstbestimmt reflektiere ich im Spiegel mein Spiegelbild wieder. Mein Ziel, die Selbstverwirklichung durch Selbstreflexion zu erreichen, muss ich selbst finden. Mein Selbstvertrauen ist größer, als das Vertrauen in andere Menschen. Wie laute Züge rauschen sie an mir vorbei, so kann ich das Spiel sich nicht selbst spielen lassen. Ich nehme die Zügel in die eigenen Hände. Kann ich Perfektion in mir selbst finden?
Wenn nur andere bestimmen können, ob ich perfekt bin, muss es eine allgemeine Meinung über die Perfektion geben. Es fehlt die Konzentration auf das Tun, die die Perfektion aus dem Schatten in das Licht zieht. In allem liegt ein Funken Schönheit, doch spiegeln wir nicht das Gegenüber wieder, sondern nur das Selbst, das sich im Spiegel spiegelt. So spielen wir ein Spiel mit den scheinbar perfekten Menschen, die uns in Zeitschriften vorgetäuscht werden.
Der Egozentrismus lässt uns gemeinsam einsam sein.

E.C.

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Ein Gedanke zu “Culture4all für die TheaterVerstärker

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