Doch am Ende waren sich wirklich alle einig: „WERDER!!!“

Theaterklatsch am 25.01.2016 – ein Resümee 

An diesem Abend wurde die Klatschsaison 2016 mit mehreren Paukenschlägen eröffnet. Thema: Kultur und Politik.

 

BÄM!

Gäste? Gleich zwei! Kirsten Kappert-Gonther (Abgeordnete der Grünen in der bremischen Bürgerschaft) und Miriam Strunge (Abgeordnete der Linken in der bremischen Bürgerschaft). Beide sin unter anderem Sprecherinnen für Kulturpolitik.

BÄM! BÄM!

Publikum? Um die 40 (!!!) Menschen.

BÄÄÄM!

Moderation? Annika… Mit tatkräftiger Unterstützung von Daniel de Olano (ehemaliger Parlamentsreferent unter anderem für den Bereich Kulturpolitik bei der SPD-Fraktion der bremischen Bürgerschaft).

BÄM!

Unsere Gäste Miriam und Kirsten überzeugten nicht nur mit ihren durch Kultur und Kunst geprägten Biografien, sondern gewährten uns auch einen Einblick in ihren beruflichen Alltag. Als kulturpolitische Sprecherinnen treten sie mit Akteurinnen und Akteuren der Bremer Kunst- und Kulturszene in Kontakt, um gemeinsam den Problemen auf den Grund zu gehen und Lösungen zu finden. Gleichzeitig stärken sie das Thema Kultur innerhalb der vielschichtigen politischen Diskurse.

Neben diesen realpolitischen Fragen wurde ebenfalls besprochen, inwieweit Kunst eine politische Instanz ist. Als Beispiel dafür gelten aktuelle Inszenierungen des Theater Bremen unter der Regie von Mirko Borscht: „Verbrennungen“ und „Die Schutzbefohlenen“. Hierbei sind sich sowohl Kirsten als auch Miriam einig: Kultur und Kunst sind immer politisch! Und müssen das auch sein. Besonders auch, um Missstände in der Gesellschaft offenzulegen. Zudem betonen beide mehrfach den pädagogischen Wert von Kultur für eine Gesellschaft und stellen zum Beispiel das kek (Kindermuseum für Bremen e.V.) als wertvollen kulturellen Beitrag heraus.

Nur bei dem Thema Kulturfinanzierung zeigen unsere Gäste politische Differenzen. Was beiden aber wichtig ist: Die Finanzierung der freien Kulturszene darf nicht zu Lasten der größeren Häuser geschehen!

Ja, es gab auch verärgerte Kommentare aus dem Publikum – und zwar zum Thema Verwendung von Steuergeldern. Auch dafür ist bei unseren Klatschen Raum.
Am Ende herrschte trotzdem wieder eine tolle Atmosphäre, fast schon ‚Friede, Freude, veganer Kuchen‘, als alle auf die Frage „Werder oder Freimarkt“ antworteten: „WERDER!“

Am Ende des Abends hatte man nicht nur einen Einblick in die Kulturpolitik gewonnen, sondern auch zwei sehr spannende Persönlichkeiten kennen gelernt.

 

Annika Port

 

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