Nichts Weiter als Freiheit!

Bremer Freiheit #5 vom 7.11- 12.11.2016. Eine Woche lang Diskurs, Theater und Party, so zumindest stand es in der Pressemitteilung. Die Bilanz kann ich folgendermaßen ziehen: Alles lief einwandfrei, bis auf den Reis – der kochte den ganzen Abend fröhlich vor sich her…wurde aber nie gar. Wie der schier ewig köchelnde Reis ins Bild des Festival passt, könnt ihr hier in meinen persönlichen Bremer-Freiheit-Erlebnissen erfahren. Wie war die Bremer Freiheit – und was ist so passiert?


 

Ohne übertreiben zu wollen: Ich hatte eine Woche lang ein ganz besonderes Achterbahn-, Fahrstuhl-, Bergwandergefühl, das zusammengefasst so lautet: Immer weiter hinauf!
Meine Energie multiplizierte sich mit jedem einzelnen Tag der Woche um den Faktor 1000. Um genau zu sein bedeutet das: Bremer Freiheit = 6 Tage, 1 mal 1000, 1 mal 1000 mal 2… das Ergebnis könnt ihr euch selbst ausrechnen! Fest steht, dass sich das Theater Bremen während des Festivals mit jeder meiner Zellen verwob. Kein*e auch nur Eben-So-Bekannte*r blieb vor mir und meinem Vorschlag verschont der Bremer Freiheit gehörigen Respekt zu zollen – mit ausgiebigen Besuchen. Aber nun ans Eingemachte: Was ist eigentlich genau auf dem Festival passiert?
Neben den Stücken aus Musiktheater, Schauspiel und Tanz, die für alle Studierende in dieser Woche für 5€ auf allen Plätzen zu kaufen waren, haben wir, die TheaterVerstärker, ein Rahmenprogramm gestaltet. Wir haben Fahhrradsattel mit schnieken Bremer-Freiheit-Sattelüberziehern bezogen, Hölzer aus der Theatertischlerei für die Festival- Dekoration gebrochen, Curry gekocht beim NachTisch, Gespräche moderiert wie nach „Sezuan“, Künstler*Innen, Dramaturg*Innen, Besucher*Innen eingeladen zum Trinken, Essen, Reden. Wir haben Kleider getauscht, eine Party gefeiert… Wir haben das Festival, so gut es eben ging: VERSTÄRKT!

Ich lasse ein paar Zahlen und Fakten folgen, darüber wie die Bremer Freiheit #5 für mich als TheaterVerstärkerin war.

  • 12 – Das ist die Zahl der Kaffees, die ich als Studierende im Spagat zwischen Öko-Lifestyle-Bewusstsein und permanentem Schlafmangel und Ereignishunger in der Festivalwoche im noon eingenommen habe (gut, dass es mit dem Festivalbändchen Getränke-Vergünstigungen gab!)
  • 6+x – …6 Tage habe ich non-stop am Theater abgehangen. Wie viel Zeit ich dort mit den anderen Verstärkern für die Vorbereitung verbracht habe, kann ich nicht mehr genau sagen.
  • 2 – …kleinere Nervenzusammenbrüche hatte ich während des Festivals, ohne jetzt überdramatisch wirken zu wollen (obwohl das Setting es vielleicht erlauben würde). Ersterer ereignete sich, als die selbstgebaute Deko sich beim Aufhängen die Freiheit nahm, sich selbst (nahezu vollständig) zu zerstören. Der zweite nervliche Extremzustand geschah am zweiten Festivaltag, als einige Verstärker mit mir zusammen beim NachtTisch eine Reis-Odyssee veranstalteten. Ungeplanterweise. Wir kochten für Gäste, Ensemble und Dramaturg des Stückes Akika X. Alles lief wie am Schnürchen, nur der Reis, wohlgemerkt mindestens drei Kilo, wurde den Abend über nicht mehr gar.

So habe ich nicht nur eine Woche voller Kunst, Diskurs und Party erlebt, sondern eben auch eine Woche lang strikten Reis-Konsum zum Frühstück, Mittag und Abendbrot.

Aber so ist das eben mit der (Bremer) Freiheit- alles kann und sollte vielleicht auch nicht geplant werden!

Bereits jetzt denke ich über die Bremer Freiheit #6 nach – und setze schon mal den Reis auf.

Judith

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